Inge Broska

< Inge Broska >


geb. 1942 in Mönchengladbach
Schülerin von Frieda Fehrholz, Cestmir Janosek, Marion Berg
Uni Köln Kunst/Haushaltslehre
Fachhochschule Köln Multimedia/Grafik (D.Spoerri / V.Sovak)

Mitarbeit Frauenmuseum seit 82 (ua. Org. Ausstellung Fluxuskünsterinnen-Reihe)
Ultimate Akademie, Köln seit 87
Stiftung Aussichtslos Regensburg
Stipendien der Städte Bonn, Graz (Werkstadt Graz/Eva & Co. ), Nina Gründler Preis, Graz, Bergheim:Performancepreis, Recyclingpreis NRW, Land Brandenburg (Atelierhof Werenzhein)
Künstler/Innenaustausch In- und Ausland


1992 Gründung Hausmuseum Otzenrath mit Hans Jörg Tauchert, (einschl. Scherbenmuseum)

Arbeitsbereiche:
Eat Art, Sepulkrales, Kunstkrankheiten, Kommunikation, Arbeit gegen den Tagebau Garzweiler und Dokumentation
Freie Grafik, Skulpturen, Dokumentationsfotos zu Otzenrath,PotoInstallationen, Vorträge-u. Kunstberatung.
Immer mehr ephemeres Arbeiten vorw. Performances.

zu meiner Arbeit

Meine Arbeit besteht zu einem großen Teil aus den Bereichen Nahrung, Grabkultur, deren Kombination und unmittelbar damit in Verbindung stehenden Themen. Dabei ist "eat art" mein "Lebensthema". Erste grafische Blätter haben die Themen Landschaft, Friedhof etc. .
Mit Hans Jörg Tauchert entstand in Köln das "Kontaktcafe´" . Es verbindet Eß-Kunst und Kommunikation auch lukullisch.
Seit mehr als 10 Jahren ist meine Arbeit durch den Tagebau Garzweiler II entscheidend geprägt. Ich entschloß mich, wegen der drohenden Umsiedlung wieder von Köln in mein Heimatdorf Otzenrath umzuziehen. Aus diesem Grund entstand auch das Hausmuseum in meinem Elternhaus in Alt-Otzenrath. Hierzu gehört auch eine Sprachsammlung mit der alten unverwechselbaren "Otzenrath-Sprache", die ständig ergänzt wird. Die Umsiedlung von Alt-Otzenrath ist administrativ abgeschlossen. Das Dorf ist vom Erdboden verschwunden. An meinem neuen Wohnort Hochneukirch versuche ich zZt. das alte Hausmuseum mit integriertem Scherbenmuseum möglichst authentisch wiederzubeleben.. Mehrere Filme (ein 80 Min.- und 5 Kurzfilme) in Zusammenarbeit mit dem Filmer Sebastian Willke wurden produziert. Ich habe die Zerstörung des Dorfes ca. 4 Jahre lang fotografisch dokumentiert. Es entstanden ca. 30 von mir geführte Interviews von ehem. Bewohnern, sowie Archäologen, usw. Es folgen noch weitere Filme bzw. Dokumentationen zum Thema. In der gleichen Zeit entstanden auch grafische Arbeiten und Skulpturen mit gleichem Anliegen (zB. Abdrücke von Gräbern und Alltagsgegenständen).
Die Performance bekommt in meiner Arbeit einen immer größeren Stellenwert. Das hat damit zu tun, daß sie eine zum großen Teil auch spontane und fast ausschließlich ephemere Kunstform ist. Die Vergänglichkeit des "Gebauten und Gemachten" wird durch das Verschwinden meines Dorfes in der bedrückendsten Weise offenbar. In der Performance habe ich die Möglichkeit, zu aktuellen Themen unmittelbarer Stellung zu nehmen.
Am meisten wurde meine Arbeit durch meine Mutter, Cestmir Janosek (Maler in Köln), Daniel Spoerrie ("Erfinder" der "eat art") und Marianne Pitzen (Direktorin des Frauenmuseum Bonn) geprägt.