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Margarete Schopen-Richter

Grevenbroich
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Margarete Schopen-Richter

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Über mich:

Ich bin in einem alten Haus aufgewachsen. Es gab dort Räume, die nicht mehr bewohnt wurden. So zwischen Wohnhaus und Scheune, wo die Hafermühle stand. Dicke Schichten von Staub über Allem. Bretter, Balken, alte Werkzeuge, Relikte aus vergangenen Zeiten schienen zu sprechen. Von den Bodendielen rieselte der alte Lehm, von einem Stockwerk ins nächste. Es war nicht ungefährlich dort herum zu klettern. Die Mutter hatte uns den Aufenthalt dort verboten. Sie wusste nicht immer wo wir waren, sie hatte viel zu tun. Dort spielten wir als Kinder am liebsten. Der Staub  fühlte sich weich an, wie ein Teppich  unter meinen nackten Füßen. Hier flirrte die Sonne besonders hell durch die gebrochenen Dachpfannen. Die Geräusche vom Leben da draußen waren nicht für mich bestimmt. Manchmal war ich dort allein. Alles konnte ich vergessen an diesem Ort, niemand würde mich hier suchen. Ich fühlte mich sehr geborgen und eins mit Gott und der Welt.

Ich vergaß diese Momente für viele Jahre und ging meinen Weg. Ich ahnte nicht im Geringsten, was ich da geschenkt bekommen hatte.

Später, Jahrzehnte später, entdeckte ich dann, dass mich Orte sehr berührten. So folgte ich meinen Impulsen und begann in meinem Elternhaus, einem alten Vierkanthof in Otzenrath, in dem ich aufgewachsen bin, mit meiner Malerei.  Ich malte am Ort mit den Farben, die ich vorfand. Dies waren“ Deutz“ rot und grün,  Fußbodenfarbe, Fassadenfarbe , Rostschutzfarbe „Mennige“, Reste der Lacke, die mein Vater für Hoftüren, Traktoranhänger  Fussböden  und Hausfassade vor Jahrzehnten benutzt hatte. Ich malte mit Erden von Garten, Feldern und dem Friedhof. So entstanden die „Hofbilder“ und die“ Erdbilder“.

Weitere Malorte waren der „Behre Hoff“ (Vierkanthof in Otzenrath, nach seinem Pächter umgangssprachlich benannt) und die entweihte, im Braunkohlenabbaugebiet gelegene, von RWE -POWER abgerissene Ev. Kirche ,deren Geschichte  mit der meiner Familie eng zusammenhing. Bei meinen Streifzügen durch die mehr oder weniger menschenleeren Dörfer fand ich , was die ehemaligen Bewohner zurückgelassen hatten. Die verwaisten Orte  inspirierten mich.

Garzweiler II heißt das Projekt, das für die Energiegewinnung durch Braunkohle  eine ganze Region verschwinden lässt. Der Ort Otzenrath ,der für mich  und viele andere ein Stück Heimat bedeutete, wurde 2007 dem Erdboden gleich gemacht.

Es folgten weitere  Malorte u.a. die“ Kamper Mühle „in Grevenbroich, das Stellwerk in ekoven/Rommerskirchen ein leerstehendes Haus in der Valle Maira (Italien)usw.

Auch Begegnungen mit Menschen finden sich in meinen Bildern.

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit  ist  seit einigen Jahren das, was in  meiner familiären Vergangenheit, durch die  Hinwendung zu meinen Ahnen, entsteht. In Entstehungsprozessen erlebe ich versöhnliche und heilsame Momente, die mich sehr bereichern.

 

 

  • 1951 in Immerath/Heinsberg geboren
  • 1975 Diplomsozialarbeiterin
  • 1975-1991 Berufstätigkeit und Familiengründung
  • 1995 -1996 Ausbildung  Sozialtherapie Kunst und Gestaltung
  • 2008-2014 Kunsterzieherin an Förderschule Lernen und Sprache
  • Seit 1997 tätig  als freie Künstlerin.
  •  Seit 2002  jährliche Atelierausstellungen
  • seit 1997 regelmäßige Teilnahme an Jahresausstellung des Kulturforums  Alte Post Neuss u.a
  • 2001 Finalistin beim Kunstpreis Euregio Rhein Maas
  • 2002 Deutsche Post AG Bonn (E)
  • 2002 Versandhalle Grevenbroich (E)
  • 2002 Große Kunstausstellung Düsseldorf (G)
  • 2004  Airport Art  Frankfurt (G)
  • 2005 Mytos Mutter   Frauenmuseum  Bonn (G)
  •  2006 Alles Prophetinnen  Frauenmuseum Bonn (G)
  • 2006 Stadtmuseum Düsseldorf (G)
  • 2010 Museum Tuppenhof Kaarst (E)
  • 2015 höflich   in Korschenbroich(G)
  • 2016 Standpunkte   Abtei Brauweiler (G)
  • 2017 Teilnahme am Buch Künstlerhunger /Grupello 2018  verschwinden entgleiten erinnern   (G) Städtische Galerie Alte Post Neuss 

 

maschori@hotmail.com

www.maschori.de

Tel. 015251354604