Stephanie Hermes

< Stephanie Hermes >


Stephanie Hermes (*1957)

1976 – 1980 Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen

Ausbildung und Engagement als Maskenbildnerin

1981 – 1993 Düsseldorfer Schauspielhaus

Maskenbildnerin und stellvertretende Chefmaskenbildnerin

1989 – 1992 Padua, Italien

Studium am Centro Maschere e Strutture Gestuali (Donato Sartori)

Seit 1996

Freischaffende Maskenbauerin und Maskendozentin

Ausstellungen und Workshops zum Thema Maske und Maskieren sowie

Auftragsarbeiten

Seit 1998

Skulpturen und Bildhauerei in Holz, Wachs, Bronze, Stein

Ausgangspunkt meiner heutigen freien bildhauerischen Arbeit war das

menschliche Gesicht. Über die Arbeit mit den Masken entspann sich meine

Leidenschaft für das Holz. Ursprünglich als Arbeitskopf für die Herstellung von

Commedia dell’arte Masken gedacht, entwickelte sich eine Art lebendige Skulptur,

die aber letztendlich immer zweckgebunden, d.h. einem bestimmten

schauspielerischen Charakter dienen musste.

Meine Bearbeitung des Materials mittels Kettensäge sprengte diese Formen. Der

Reiz des groben Gerätes lenkte mein Denken in eine neue Richtung. Der Verzicht

auf die aufgezwungene Form ermöglichte mir eine freie künstlerische

Herangehensweise: Einerseits den Dialog mit einer vorgefundenen Form

einzugehen – andererseits meine Ideen und Emotionen auszudrücken. Heute sehe

und horche ich in das unterschiedliche Material, das sich mir bietet, hinein und

finde so die Form, die ihm oder mir innewohnt.